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mother octopus

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Unsere erste Beziehungserfahrung ist die zu unserer biologischen Mutter. Keine prägt uns so sehr wie diese: In ihrem Bauch wachsen wir heran, sie ist es, die uns nährt. Wir sind eins, geschützt vor der Welt, die bislang nur gedämpft an uns herankommt. Bis zum abrupten Ende unseres friedlichen Idylls, dem ersten Trauma unseres Lebens, dem ersten Akt der (mütterlichen?) Gewalt. Und damit happy birthday: Wir werden ausgestoßen, rausgepresst, hineingerissen in die grelle, kalte Realität. Nicht mehr geschützt vor den Händen, die nach uns packen.

In mother octopus erforschen zwei queere Performer*innen das Verhältnis zu ihren Müttern, indem sie sich ihnen mittels Drag annähern. Dabei setzen sie sich autobiografisch mit ihren durch genderstereotype Erziehung verursachten Traumata auseinander. In einem performativen Gespräch über Elternschaft entwerfen sie ein queerpositives Familienmodell, das Eltern und Kinder, Muttis und Queers zu einem intergenerationellen Austausch einlädt. Dem Muttersein nähert sich mother octopus dabei aus einer queerfeministischen Perspektive, bei der Mütterlichkeit kein Geschlecht hat und fragt: wie können Mütter und Queers Allys im Kampf gegen das Patriarchat sein?

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und die Hamburgische Kulturstiftung.

Künstlerische Leitung, Konzept, Performance: Maciek Martios
Künstlerische Leitung, Konzept, Dramaturgie: Amelie Werner
Konzept, Performance: Marco Merenda
Stage Couture: Simone Ballüer und Manuel Funk
Sounddesign: Candid Rütter

Premiere: Hamburger Sprechwerk 29.11.2024